HOMÖEOPARTHIE



Was ist Homöopathie ?
Die Homöopathie ist ein Heilsystem, welches auf dem Ähnlichkeitsprinzip gegründet ist. Ihr Namen setzt sich aus den griechischen Wörtern homoion (ähnlich) und pathos (Leiden) zusammen und stammt von dem Entdecker der wissenschaftlichen Homöopathie, dem Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann (geb. 1755 in Meißen, gest. 1843 in Paris).

Als Ergänzung zur Schulmedizin gibt es für die meisten Erkrankungen die Möglichkeit der homöopathischen Begleitung. Ich möchte aber dennoch ausdrücklich davor warnen, aus Bequemlichkeit oder sonstigen Gründen, bei einer Erkrankung der Katze den Tierarzt aussen vor zu lassen. Ihr Tierarzt hat nicht umsonst lange studiert und er - und nur er - ist der Fachmann, wenn es um Tiergesundheit geht. Wenn Sie eine rein Homöopathische Behandlung oder eine homöopathische Begleitung der Behandlung wünschen, dann sprechen Sie mit ihm darüber. Die meisten Tierärzte sind diesem Thema gegenüber inzwischen sehr aufgeschlossen.

Folgende Faustregel ist zu beachten:
1 Tablette = 3 Globuli (Streukügelchen) = 5 Tropfen

Bei Jungtieren wählt man die maximal halbe Dosierungsmenge. Tabletten dürfen nicht mit Metallen in Berührung kommen. Man zerreibt sie vor der Eingabe zwischen zwei Kunststoff- oder Holzlöffeln.

HINWEIS:Die Therapievorschläge ersetzen nicht den Besuch und die notwendige Behandlung eines Tierarztes!
Es ist zu beachten, das auch Hausmittel, Naturheilmittel unerwünschte Nebenwirkungen haben können!

Apis mellifica,
die Honigbiene ist ein Mittel für akute, schmerzhafte Entzündungen die mit Ödembildung (Wasseransammlung) oder Schwellungen einhergehen.
Anwendung bei:
Bindehautentzündungen und Zahnfleischentzündungen mit Schwellung, Bläschenbildung auf der Zunge und im Rachen, Gesäugeentzündung mit Anschwellung eines oder einzelner Gesäugekomplexe. Man gibt der Katze D3 oder D4 2-3mal täglich.
Apis ist auch sehr hilfreich bei Neugeborenen die recht viel Fruchtwasser geschluckt haben. Hier gibt man dem Kitten 1 Globuli um Wasseransammlung in der Lunge vorzubeugen.

 

Aconitum napellus,
der blaue Eisenhut oder Sturmhut ist das Mittel für die aller ersten Symptome zu Beginn einer hochakuten Infektion. Temperatur über 41°C, Unruhe, Schreckhaftigkeit, klopfendes Herz, Krankheitsherd noch nicht lokalisiert. D4 2-3-mal eine Dosis im Abstand von einer halben Stunde.

 

Arnica montana,
der Wohlverleih oder Bergwohlverleih, wichtiges Mittel zur Behandlung von frischen Wunden und schmerzhaften Blutergüssen, bei Schockzuständen und Blutverlusten mit Schwächen und Berührungsempfindlichkeit. D4 oder D6 2-3mal täglich, bei Schock alle 20-30 Minuten.
Äußerlich: Arnica extern, 20 Tropfen auf 1 Esslöffel Wasser zur Wundreinigung, wirkt Schmerzlindernd und heilungsfördernd. Ebenso Arnica Salbe ( besonders bei Blutergüssen)
Arnica in der Potenz D200 verhilft der Katze zu mehr Lebensfreude, die auf Grund ihres Alters müde und matt ist. Die Katze bekommt alle 4 Wochen eine Gabe D200 dadurch wird das Herz gestärkt und die Durchblutung verbessert.

  

Arsenicum album,
wird bei ganz verschiedenen Erkrankungen angewendet. Chronische Schnupfen meist älterer Tiere mit wenig grünlichem Sekret, eingefallene Augen, Mattigkeit. Stark faulig riechender Durchfall, der Kot ist mit Blut und Schleim vermischt, Erbrechen nach aufnahmen von verdorbenem oder sehr kalten Futter. Hier gibt man die Potenz D6 2-4x täglich.
Schon länger bestehende Blasen und Nieren Erkrankungen mit zeitweise blutigem Urin und Nierenfunktionsstörungen oder chronische Nierenleiden hier bekommt die Katze D30, die Katze trinkt sehr viel hat eine schlechte meist sehr schuppige Haut oder Ausschläge, man gibt D30 immer abends über 4 Tage, eine Besserung zeigt sich im Verhalten und die Katze trinkt dann auch weniger.
Schuppiges Ekzem bei trockener Haut und fettig filzigem Haar, die Haut riecht unangenehm. Tiere trinken häufig aber immer nur sehr kleine Mengen, sie wirken matt und teilnahmslos.
D6 oder D12 2x bzw. 1x täglich.

  

Allium cepa,
die Zwiebel hilft der Katze wenn während eines Schnupfens reichlich Tränen fließen die auffallend heiß sind. Der Nasenfluss ist ebenfalls reichlich und die Haut um die Nase wird schnell wund. Zu Beginn dieser Symptome D3 5x täglich, bei einsetzender Besserung 2x täglich.

  

Belladonna,
aus Atropa belladonna gewonnen (Tollkirsche), ist ein Mittel für akute Infektionen mit Temperaturen über 40°C. Der Krankheitsherd z.B. ein entzündetes Gelenk oder die Lunge, sind bereits zu erkennen. Belladonna gilt als örtliches Entzündungsmittel und bei Mandel und Rachenentzündungen. Tiere sind eher unruhig, haben Fieber fühle sich heiß an, haben einen vollen klopfenden Puls und meist weite Pupillen, die Katze wehrt jede Berührung ab da sie sehr schmerzempfindlich sind, später apathisch.
D4 mehrmals täglich (alle 2 Stunden) oder D6 2-4x täglich

  

Berberis vulgaris,
die gemeine Berberitze oder Sauerdorn, ein wichtiges Mittel bei Blasen und Nierenerkrankungen. Fördert die Ausscheidung und verbessert dadurch die Nierenfunktion.
D4 2x täglich.

  

Borax,
Natriumtetraborat (Salz oder Borsäure) wird angewandt bei Zahnfleischentzündungen und Bildung von kleinen Geschwüren.
D3 2x täglich.

  

Bryonia dioica,
die rotbeerige Zaunrübe oder Teufelsrübe, bei akuter Bronchitis und beginnender Brustfellentzündung mit Fieber, beginnende Bronchitis oder Lungenentzündung mit trockenem Husten, Schmerzen bei Berührungen und Bewegung, Tiere wollen sich nicht bewegen.
D4 2-3x täglich eine Dosis

  

Calcium carbonicum Hahnemannii,
der Austernschalenkalk, reguliert den Calciumhaushalt, es steht in Beziehung zu Knochen, Zähnen, Haaren und Muskeln besonders bei Welpen und alten Katzen die zu den schweren Rassen gehören (Perser, BKH usw.). bei hellen und säuerlich riechenden Durchfällen, die durch Unverträglichkeit der Milch entstehen. Welpenmittel, Knochenaufbau, besonders bei äußerlich kräftigen Tieren mit viel Fell, Hängebauch und gutem Appetit, Neigung zu Durchfällen und Erkältungen.
D12 1x täglich eine halbe Dosis für Welpen, D200 gibt man einer Katze nach einer Wurmkur um die Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen, man gibt einmalig eine Dosis in D200.

  

Calcium fluoratum,
bei Störungen im Calciumhaushalt die sich wie folgt äußern; das Haarklein ist trotz guter Pflege glanzlos, splissig und struppig, sie haben ständig Knoten, die Eckzähne zeigen dunkelbraune bis schwarze Längsstreifen, Eiterungen an den Krallenwurzeln. Hier gibt mal ca. 4 Wochen 1x täglich D12. Einer trächtigen Katze die vorher eine schwere Geburt hatte, versorgt man während des letzen Drittels 1x täglich mit Calcium fluoratum D12.

  

Calendula officinalis,
die Ringelblume ist ein Mittel für bereits entzündetet oder ältere Wunden. Zur Wundreinigung, Wunddesinfektion, Abstoßung von zerstörtem Gewebe, fördert die Ausheilung. Äußerlich, Calendula extern 20 Tropfen auf ein Esslöffel Wasser (auch bei eitrigen Gehörgangsentzündungen), Calendula Salbe zur Wundbehandlung.
3x täglich Calendula in D3 bis die Wunde abgeheilt ist.

  

Cantharis,
eine Substanz aus Lytta versicatoria der spanischen Fliege (ein Käfer), wird eingesetzt bei beginnender Blasenentzündung mit starkem Harndrang, das Tier kann aber nur ein paar Tropfen Urin ablassen, dabei kann der Urin auch etwas blutig sein.
D6 mehrmals täglich bei Verbesserung noch 2-3x täglich.

  

Caulophyllum thalictroides,
die Frauenwurzel oder der blaue Hahnenfuß, regt die Wehentätigkeit während der Geburt an und fördert den physiologischen Ablauf der Geburt.
D4 alle 30-60 Minuten

  

Causticum Hahnemannii,
aus gebranntem Kalk unter der Zugabe von schwefelsaurem Kalium, bei chronischen Gehörgangsentzündungen mit klebrigem Sekret, Schmerzhaftigkeit und Einengung des Gehörganges durch vermehrte Wulstbildung des Knorpels.
D12 1x täglich.

 

Cepa, Allium cepa,
die Küchenzwiebel bei akutem Schnupfen mit Niesen, Tränenfluss und klarem wässrigem Nasensekret.
D3 2x täglich.

  

Chelidonium majas,
das Schöllkraut bewirkt eine Steigerung der Gallensekretion und der Leberfunktion, bei Tieren mit relativ hellem, leicht gelblichem Kot und Neigung zu Blähungen.
D4 1-2x täglich

 

China,
die Rinde des Chinabaums, ist ein bewährtes Mittel zur Rekonvaleszenz, die Katze erholt sich nach einer überstandenen Krankheit nur sehr langsam, ist ständig müde und schlapp, schläft oft und spielt sehr selten, auf Berührungen reagiert sie gereizt.
Für ca. eine Woche 3x täglich eine Gabe in D6.

  

Cinnabaris,
der Zinnober (HgS) ist ein Mittel für den subakuten und chronischen Schnupfen mit weißlichem und schleimigem Sekret.
D4 2x täglich

  

Crataegus exycantha und C.monogyna,
der Weißdorn, Pflegemittel des Herzens bei älteren Katzen, kräftigt den Herzmuskel.
D1 2x täglich

  

Cuprum aceticum,
das Kupferacetat bei akuter Bronchitis mit trockenem, quälendem Husten, Kopf und Hals werden nach vorne und unten gestreckt.
D6 2-4x täglich.

  

Drosera rotundifolia,
der Sonnentau bei akuter Bronchitis mit krampfartigen Hustenanfällen, besonders nachts, beginnendes Rasseln.
D3 2-4x täglich

  

Euphrasia offinalis,
der Augentrost, bei akuter Bindehautentzündung mit Rötung und Wundmachendem Tränenfluss auch bei frischen Hornhautverletzungen. D2 2-4-mal täglich.
Äußerlich: Euphrasia extern, 5 Tropfen auf ein Esslöffel Wasser ur Reinigung, schmerzstillend und entzündungshemmend, ebenso Euphrasia Augensalbe oder Augentropfen.

  

Echinacea pallida,
blasser Sonnenhut, kann bei Erkältungen die Immunabwehr stärken D3 1x täglich

  

Echinacea purpurea,
der rote Sonnenhut in D1 regt die Immunabwehr an. Dies gilt bei Infektionskrankheiten durch Bakterien, Viren oder Sporen. Richtig und früh genug eingesetzt hat Echinacea D1 durchaus eine Wirkung wie ein Antibiotika mit dem Unterschied, dass im Gegensatz zu Antibiotika die Bakterien und Viren nicht resistent werden da bei dieser Behandlung nicht die Bakterien und Viren bekämpft werden sondern immer nur für das Immunsystem wirkt.
Sofort zu Beginn gibt man Echinacea D1 3x täglich 1-2 Gaben oder 1x täglich einen Milliliter D3 oder D4 Injektionslösung subkutan.

  

Ferrum phosphoricum,
das Eisenphosphat gehört zu den Infektions- und Fiebermittel. Der Verlauf ist nicht akut, die Temperatur erhöht sich auf 39,5- 39.9°C, hartnäckig und immer wiederkehrend. Das Mittel ist auch für junge Tiere die zu Verdauungsstörungen neigen. D8 1-2x täglich eine halbe bis eine ganze Dosis.

  

Hepar sulfuris, Calcium sulfuratum Hahnemannii,
ist das Mittel für akute Eiterungsprozesse, die mit hoher Schmerzhaftigkeit und Berührungsempfindlichkeit einhergehen, bei infizierten Wunden, Bisswunden und immer dann wenn es gilt die Abkapselung und Austreibung eines eitrigen Sekrets zu fördern. Auch juckreizstillend. D8 2x täglich

  

Hydrastis canadenis,
die kanadische Gelbwurz oder Blutwurz, ein Mittel für den subkutanen Schnupfen mit weißlich- gelblichem oder auch leicht blutigem Sekret das in großen Mengen ständig aus der Nase fließt.
D4 2x täglich

  

Hypericum perforatum,
das Johanniskraut angewandt als Hypericum Öl zur äußerlichen Behandlung von Wunden mit stark schmerzlindernder und auch Juckreizhemmender Wirkung.
In Verbindung mit Arnica ist dieses Mittel sehr gut bei einer Gehirnerschütterung. D6 3-5x täglich Ipecacuanha, eine Substanz aus Cephaelis ipecacuanha (Brechwurzel) wird bei akuter Bronchits mit quälendem Husten der zu Brechreiz und Erbrechen führen kann, sowie Rasselgeräusche eingesetzt. D4 2-4x täglich bei Erbrechen, wenn eine Reizung der Magenschleimhaut durch Haare oder sonstige unverdaute Stoffe angenommen werden kann. D6 2-4x täglich.

  

Kalium bichromicum,
das Kaliumdichromat ist ein Mittel bei chronischem Schnupfen mit stark fadenziehendem Sekret. D4 2x täglich

  

Kalium jodatum,
das Kaliumjodit bei trockenem Husten wenn das Sekret sich nicht lösen will. D3 2x täglich Lachesis, das Gift von Lachesis mutus, einer Viper, ist eines der wichtigsten Infektions- und Fibermittel bei Katzen mit Temperatur über 40°C, Verschlimmerung am Morgen, Schwäche, Teilnahmslosigkeit. Anfangsmittel, es besteht noch keine eitrige Sekretion, die Tiere lassen sich nicht gerne im Nacken anfassen, Vergrößerung der Halslymphknoten besonders links.
D12 oder D8 1-2xtäglich

  

Luffa operculata,
eine aus Mittel- und Südamerika stammende Pflanze, bei akutem und subakutem Schnupfen mit weißlichem Sekret, das teilweise fest sitzt. D4 2xtäglich Lycopodium clavatum, der Bärlapp ein wichtiges Leber und Nierenmittel. Die Tiere fressen mit einem Heißhunger, sind aber nach wenigen Bissen satt. Sie sind sehr wählerisch und nehmen selten mehrmals dasselbe Futter an. Es treten Koliken und Blähungen auf, der Kot ist recht fest und übel riechend, die Tiere sind eigenwillig und launisch. Passt auch sehr gut zu Katern mit dem Blasen- Nierensyndrom, da Lycopodium auch bei Nierenstörungen und Grießbildung angewandt wird. D6 2x täglich.

  

Mercurius solubillis Hahnemannii,
ein Gemenge von Quecksilberverbindungen, bei starken Schleimhautentzündungen mit starken Schwellungen, Schmerzen und Neigung zu Blutungen. Zahnfleisch und Rachenentzündung mit Geschwüren und Bildung von Belägen, Verätzungen der Zunge die zu Geschwürbildung führen, unangenehmer Geruch aus dem Fang. Durchfälle mit teilweise blutigen Kot, Abgang von Schleimfetzen, After wund und rot. Akute Blasenentzündung mit stark blutigem Urin, bei akuter Hornhautentzündung mit heller Trübung und stark geröteter Bindehaut.
D8 1x täglich



Myristica sebifera,
ein in Brasilien heimischer Baum, bei Eiterungen die nicht dem Bild von Hepar sulfuris entsprechen weniger schmerzhaft und nicht so akut sind. D3 2x täglich

 

Matrium muraticum,
das Kochsalz ein Mittel für Erkrankungen der Haut, häufig der Tiere die ausschließlich mit Dosenfutter ernährt werden. Die Haut ist schuppig, stark juckend, mit Pustelbildung an den Innenschenkeln und der Innenseite der Achseln. Die Tiere sind meist aggressiv gegen Artgenossen.
D12 oder D6 1-2x täglich Futterumstellung!!!!

  

Murex purpureus,
das Sekret der Purpurschnecke, reguliert die Rolligkeit der Katze wenn diese zu oft rollig wird gibt man alle 4 bis 5 Tage eine Gabe D30.
Achtung!! Dadurch wird keine Rolligkeit verhindert noch schützt es vor einer Trächtigkeit, die Rolligkeit wird nur auf ein normales Maß reduziert.

  

Nux vomica
aus Strychnos nux vomica, Brechnuss, wird bei Verdauungsstörungen nach Aufnahme von zuviel nicht geeignetem oder falsch zusammengesetztem Futter angewandt. Die Tiere haben einen harten und schmerzhaften Bauch, aufgekrümmter Rücken, Blähungen, Erbrechen, Durchfall aber auch Verstopfung mit Kotdrang.
D6 2-4x täglich

  

Petroleum,
das Steinöl hilft der Katze wenn sie an schorfigen Ekzemen leidet, sie hat Haarausfall die Haut ist rau und trocken, typisch sind Schrunden und blutiger Schorf an den Übergangsstellen Haut zur Schleimhaut (Nasenspiegel, Mund, After). Die Katze wirkt nervös und unausgeglichen. D6 3x täglich.

  

Phosphorus,
der gelbe Phosphor hilft der Katze bei Lungenetzündung aber auch bei Schleimhautblutungen z.B. bei blutigem Durchfall. Das Tier ist nervös, reizbar und überempfindlich, sie hat Angst wenn sie allein gelassen wird und ist erschöpft.
D12 3x täglich

  

Phytolacca decandra,
die Kermesbeere ein Mittel für Drüsenerkrankungen, besonders der Milchdrüse, bei Milchstau mit hartem, schmerzhaftem Gesäuge.
D1 2-3x täglich.
Bei Gesäugeentzündung D6 2x täglich.
Bei Milchmangel D3 2x täglich.

  

Plumbum aceticum,
das Bleiacetat bei Verstopfung und Kotanhäufung ohne Kotdrang. D6 1x täglich

  

Podophyllum peltatum,
der Maiapfel oder Entenfuß bei stark wässrigem Durchfall bei dem der Kot ausdem After schießt mit Abgang von Blähungen. D6 oder D8 2x täglich

  

Pulsatilla prantesis,
die Wiesenküchenschelle oder Kuhschelle, ein Mittel für sehr anhängliche, liebesbedürftige, meist weibliche Tiere. Pulsatilla wirkt regulierend auf die Eierstockfunktion, wirkt auch bei Schnupfen und Gehörgangsentzündung. D4 2x täglich.

  

Rheum,
der Rhabarber ist ein bewährtes Mittel bei Durchfall mit Koliken. Der Kot ist breiförmig und es treten Koliken auf was man an unschwer an der Körperhaltung erkennen kann, der Bauch wirkt eingezogen, der Rücken ist gekrümmt. Typisch ist ein säuerlicher Geruch der von der Katze ausgeht. Man gibt zunächst alle 2 Stunden D3 bei Verbesserung 2x täglich.

  

Rhus toxicodendron,
der Giftsumach hilft der Katze sowohl bei chronischer aus auch bei akuter Gelenkentzündung (Arthritis), es heilt ebenfalls die Folgen einer Verrenkung, einer Verstauchung und einer Zerrung. Man verabreicht eine 3x täglich eine Gabe in D6 zusammen mit Arnica in D6.

  

Sabal serrulatum
aus Serenoa repens, Zwergpalme wird bei Erkrankungen der Blase mit starkem Harndrang, wenn kein oder nur wenig Urin kommt eingesetzt. Homöopathischer Katheter. D3 2-5x täglich

  

Sabina
aus Juniperus sabina, Sadebaum findet bei beginnender Gebärmutterentzündung und Verbleiben von Nachgeburtsteilen und der Gebärmutter nach der Geburt Anwendung, fördert die Austreibung des abzustoßenden Gewebes. D3 oder D6 2x täglich

  

Silicea,
die Kieselsäure ist ein vielseitiges Mittel auch für den Stoffwechsel, es kommt zum Einsatz bei Bindegewebsschwächen und Abwährschwächen aber auch bei Mangel an Vitalität oder Wachstumsschwäche. Silicea ist mehr bei chronischen als bei akuten Prozessen wirksam, bei Abszessen die nicht heilen wollen, bei Entzündungen an der Krallenwurzel.
Man wählt Silicea wie folgt:
Die Katze ist besonders schreckhaft, nervös und sehr ängstlich, sie wirkt energielos, zeiht sich zurück und lehnt Berührungen ab, trotz guter Ernährung wirkt die Katze mager, sie sucht immer wieder warme Plätze weil Wärme ihren Zustand verbessert, der Zustand wird schlimmer durch Kälte, Wetterwechsel, Bewegung, Berührungen und abends. Bei chronischen Eiterungen hat sich Silicea D30 bewährt man gibt es einmal täglich bis zur Besserung, sollte sie der Heilungsprozess nicht einstellen gibt man an Stelle von D30 2 mal täglich D12 oder 3 mal täglich D6 bis zur Besserung, danach wieder einmal täglich D30.
Bei Hornhautgeschwür im Auge kommt Silicea D12 in Betracht 3mal täglich bis zur vollständigen Abheilung.
Welpen die Silicea brauchen sind in ihrer Entwicklung deutlich hinter ihren Geschwistern, sind klein mickrig und mager, neigen zu Rachitis und haben oft einen dicken Bauch, die Zahnung setzt verzögert ein, das Fell ist trocken, stumpf und splissig, meist neigen hierzu Welpen der schlanken Rassen wie OHK oder Siam, eine Gabe D30 jeden dritten Tag über mehrere Wochen lässt einen kleinen Welpen wieder zu Kräften kommen. Wenn Silicea richtig ausgewählt wurde hilft es sicher und nachhaltig, man sollte aber Geduld haben.

 

Solidago virgaurea,
die Goldrute regt die Nierentätigkeit sehr stark an. Man gibt es bei Infektionen im Nierenbecken- Nierenbereich und bei Funktionsstörungen der Niere. D2 2x täglich.

  

Sulfur,
sublimierte Schwefel ist das wichtigste Mittel bei Hauterkrankungen wenn der Fellwechsel verzögert eintritt, die Unterwolle sich nicht lösen will, das Fell stumpf ist, die Haare sich fettig anfühlen und zum Verfilzen neigen, besonders entlang der Rückenlinie, die Katzen riechen auch stärker. D12 1x täglich für 5 bis 10 Tage, oder als Einzeldosis um die Reaktionsbereitschaft anzuregen in D30 1x wöchentlich.

  

Thuja,
der Lebensbaum wird bei Warzen und anderen Neubildungen wie Polypen eingesetzt. Man gibt D6 über einen längeren Zeitraum bis die Warzen zurück gebildet sind.
Bei einer übermäßigen starken örtlichen Impfreaktion ist Thuja D30 sehr hilfreich, 2 bis 3mal täglich bringt rasche Linderung.

  

Urtica urens,
die Brennnessel hilft Kätzinnen bei Milchmangel. Man gibt D1 oder D6 ein paar Tage morgens und abends. Bei Milchüberschuss gibt man die Potenz D30 alle 6 Stunden, einschliesslich nachts.

 

Homöopathische Mittel bei der Geburt

Manchmal wartet man vergebens darauf, das die Katze rollig wird. Sind alle Erkrankungen seitens des Tierarztes ausgeschlossen, kann man ihr mit homöopathischen Mitteln einen kleinen "Ruck" geben, wenn man das homöopathische Mittel Fertillisal spritzen lässt. Damit sie auch sicher aufnimmt, kann man ihr 3 Wochen vor der Rolligkeit eine Gabe Sepia D 30 gegen das Verkleben der Eileiter verabreichen. Die 2te Woche erhält sie eine Gabe Pulsatilla D30 zur Follikelentwicklung. Diese Gabe kombiniert man mit einer Gabe Cimicifuga D30 für den Eisprung. Bitte wenden Sie diese Möglichkeiten nur dann an, wenn die Katze unnatürlich lange nicht rollig wird und nicht, weil Sie gerade jetzt Babies möchten. Sollte die Katze einem normalen Zyklus unterliegen, dann ist es egoistische Tierquälerei diesen zu beschleunigen, anstatt der Natur ihren Lauf zu lassen.

Die Trächtigkeit und die Geburt kann man wie folgt unterstützen:

 

1. Bei vorangegangener Fehlgeburt

Viburnum opulis D30 (Schneeball)
In den ersten 2 Schwangerschaftswochen gegeben, schützt es vor Fehlgeburten. Speziell für die Katze, die bereits einen Abort hatte.

  

2. bei vorangegangener Schwergeburt

Caulophyllum D30 (Frauenwurz/Blauer Hahnenfuss)
Ähnelt in seiner Wirkung dem in der Neurohypophyse (Hinterlappen der Hirnanhangsdrüse) gebildeten Hormon Oxytocin, das die Wehen auslöst. Caulophyllum wird daher auch "das homöopathische Wehenmittel" genannt. Wirkt auf die schwache glatte Gebärmuttermuskulatur, öffnet den Muttermund und sorgt für einen normalen Schwangerschaftsverlauf. Unterstützt das Ausstoßen einer zurückgehaltenen Plazenta, verhindert Uterusblutungen.
1. während der Trächtigkeit: 1 Gabe alle 2 Wochen, die letzte Dosis am Vortage der Geburt
2. Komplikationen während des Geburtsvorganges: mehrere Gaben halbstündlich
3. zur Wurfvorbereitung

 

Pulsatilla D6 (Küchen-/Kuhschelle)
Ab der 7. Trächtigkeitswoche täglich 1 Dosis. Steuert einer Unterfunktion der Eierstöcke entgegen, verhindert eventuelle Fehllage des Fötus und beugt einer Wehenschwäche vor. Pulsatilla hat großen Einfluss auf die Schleimhäute und wirkt daher positiv auf eine zurückgehaltene Plazenta. Mit Pulsatilla sollte die Geburt komplikationsfrei verlaufen und einen Kaiserschnitt unnötig machen.

Arnica D30 (Arnika)
Das Operations-/Geburtsvor- und Nachbereitungsmittel der 1. Wahl! Fördert die Wundheilung und verhindert Nachblutungen.
In der letzten Trächtigkeitswoche 2 Gaben als Geburtsvorbereitung erleichtert die Geburt. Verhindert, dass das Gewebe während der Geburt zerstört wird. Droht ein Frühabort durch einen Unfall oder Stoss, so wird Arnica D2 (Dilution), 10 Tropfen alle 1/2 Stunde, die Gefahr abwenden.

 

4. bei Geburtsbeginn

Liegt kein Geburtshindernis vor, die Welpen erscheinen jedoch in zu langen Abständen, lässt sich die Wehentätigkeit durch 1/2 h Gaben von Cimicifuga rac. D6 (Wanzenkraut) aktivieren. Wirkt hauptsächlich auf die weiblichen Geschlechtsorgane und das Nervensystem, beeinflusst die Gebärmutterkontraktionen während der Geburt.
Sollte die Geburt dennoch nicht richtig in Gang kommen: die Katze hat regelmässige Wehen, sie hat anfangs gepresst und dann langsam aufgehört, es erscheint jedoch noch immer kein Welpe im Geburtskanal, dann liegt eine Wehenschwäche vor:

5. bei Wehenschwäche

Zur Förderung der erneuten Wehentätigkeit geben wir in 1/2 bis stündlichem Abstand:
Caulophyllum D6 (Frauenwurz), sollte sich nach zwei Gaben nichts tun, gehen sie unbedingt zum Tierarzt !!
Ist man sich nicht sicher, ob noch ein Welpe in den Uterushörnern verblieben ist, gibt man in ½-stündlichem Abstand Cimicifuga D6 (Wanzenkraut), jedoch nur insgesamt 5x. Hierdurch wird ein erneutes Pressen der Katze ausgelöst und eventuell noch nicht geworfene Welpen erscheinen im Geburtskanal.

  

6. zur Nachsorge

1 Gabe Sepia off. D30 (Tintenfisch, Sepia) nach der Geburt sorgt dafür, dass kein Gebärmuttervorfall entsteht und sich der Uterus schnell wieder strafft.
Der Katze gibt man bis zum Ende des Lochienflusses einige Tage lang 3 x täglich Arnica D6, damit sie sich rascher von den Strapazen der Geburt erholt, und die Geburtswege sich schneller zurückbilden.
Dauerte die Geburt äusserst lange, ist die Katze sehr geschwächt und hat sehr viel Körperflüssigkeit verloren, geben wir China C30 (Chinarindenbaum) 1 x täglich. China hilft bei grosser Schwäche nach starken Flüssigkeitsverlusten (wie Blutungen, Durchfällen etc.), Erschöpfung, Schläfrigkeit. Wärme bessert, Kälte verschlechtert.

  

7. bei Milchmangel

Ist keine Milch in die Zitzen eingeschossen, hilft eine einmalige Dosis von Urtica urens D1 oder D6 (Brennessel), um die Milchproduktion anzuregen.

  

8. bei Milchüberschuss

Hat die Katze zuviel Milch, die nicht abgesaugt werden kann, was eventuell zu einer Mastitis (=Gesäugeentzündung) führen könnte, verabreicht man ihr Urtica urens C30 alle 6 Stunden (auch nachts!), wirkt drosselnd auf die Milchproduktion beim säugenden Tier. Urtica urens wirkt auf die Haut, Nieren und Brustdrüsen. In tiefen Potenzen (bis zur Urtinktur) fördert es die Milchproduktion und hat diuretische Wirkung (=erhöhte Harnausscheidung), in hohen Potenzen (ab C30) stoppt es den Milchfluss.

 

9. bei Eklampsie (=Laktationstetanie)
Tierarzt unverzüglich aufsuchen!
Betroffen sind meist erstgebärende Katzen mit grossen Würfen und viel Milch. Eklampsie kann schon während oder sofort nach der Geburt auftreten, meist jedoch 10 bis 14 Tage oder noch Wochen danach. Auslöser ist ein Anstieg des Kalzium- und Magnesiumspiegels in der Milch. Ursache ist eine Störung des Kalzium- und Magnesiumstoffwechsels verbunden mit einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen, die Parathormon produzieren, welches zusammen mit Kalzitonin und Vitamin D den Kalzium-/Phosphathaushalt des Körpers reguliert. Parathormon wirkt als Gegenspieler des Kalzitonins und fördert die Kalziumaufnahme im Darm und die vermehrte Phosphatausscheidung über die Niere. Es setzt Kalzium und Phosphat aus dem Knochen frei. Durch Unterfunktion der Nebenschilddrüsen kommt es zu einer Verminderung des Kalziumblutspiegels, was wiederum zur Übererregbarkeit des Nervensystems und in der Folge zu Krämpfen (=Tetanie) führt. Erste Anzeichen sind Nervosität, dann Versteifung der Beinmuskulatur bis zu Muskelzittern, schliesslich wird das zentrale Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen.
Nach Injektion einer Kalziumlösung (intravenös/subkutan) klingen die Symptome wieder ab.